Mini Cut
Crash Diät, Teil 2 

“Ein Mini Cut ist ein kurzer Zeitraum in einer Muskelaufbauphase, in der ein großes Kaloriendefizit gefahren wird. Man unterbricht also kurzzeitig den täglichen Kalorienüberschuss und führt dem Körper sehr viel weniger Energie zu als dieser verbraucht.”

Im ersten Teil der Serie habe ich dir den Mini Cut als Diätform und die Grundlagen vorgestellt. Falls du diesen Beitrag noch nicht gelesen hast, klicke links!

In diesem Beitrag will ich nämlich tiefer auf die Vor- und Nachteile des Mini Cuts eingehen, für wen der Mini Cut besonders geeignet ist und welche Schwierigkeiten und Nebenwirkungen entstehen können.

Ein großes Defizit bewirkt – was deine Fettabnahme angeht – zwar manchmal Wunder, aber auch einige negative Anpassungen im Alltag. Damit du von diesen nicht überrascht wirst und gut damit umgehen oder sie sogar umgehen kannst, erklär ich dir in diesem Beitrag.

Let’s go!

Dass wir beim Mini Cut ein Kaloriendefizit von bis zu 1.000 Kalorien anstreben, haben wir ja bereits im letzten Beitrag geklärt. So ist eine Fettabnahme mit bis zu 1 kg Fett pro Woche möglich (denn 1 kg Körperfett hat ungefähr 7.000 Kalorien).

“Aber ist so ein großes Defizit nicht gefährlich? Sollte man überhaupt unter seinem Grundbedarf essen?” fragst du dich jetzt vielleicht. Berechtigte Fragen! Denn wir alle haben einen individuellen Grundbedarf (meiner liegt zum Beispiel bei ca. 1500 Kalorien), den wir über einen längeren Zeitraum niemals unterschreiten sollten. Der Grundbedarf deckt nämlich die benötigte Energie für unsere Grundversorgung ab – also die Versorgung unserer Organe und unseres Herz-Kreislauf-Systems. Da ist es wohl ganz klar, dass wir ziemliche gesundheitliche Schwierigkeiten bekommen können, wenn über einen längeren Zeitraum, also über mehrere Wochen, diese Kalorien nicht zugeführt werden.

Da die fehlende Energie vom Körper immer aus den körpereigenen Reserven genommen wird, haben hier Personen mit einem bereits geringen Körperfettanteil (bei Frauen unter 18-20 %, bei Männern unter 13-14 %) natürlich schneller größere Probleme als Personen mit einem hohen Körperfettanteil. Beim höheren Körperfettanteil kann nämlich die Grundversorgung viel länger durch die körpereigenen Reserven, wie Fettdepots, abgedeckt werden.

Das ist also schonmal die erste Schwierigkeit:

Die besten Diät Lebensmittel

Der Mini Cut trotz geringem Körperfettanteil

Je geringer der KFA, desto kürzer sollte dein Mini Cut auch ausfallen. Wenn du nur noch die letzten 1-2 Kilogramm Fett vor deiner Traumfigur verlieren willst, dann setzte eine Dauer von 2-3 Wochen an.
Ich empfehle dir hier aber dringend, mindestens einmal in der Woche einen sogenannten Refeed Day einzulegen – also einen Tag, an dem du bewusst deine Erhaltungskalorien zu dir nimmst und vor allem deine Kohlenhydrat-Zufuhr dabei aufstockst. So teilst du deinem Körper mit, dass er keine Sorge vor einer Hungersnot haben muss, versorgst deine Glykogenspeicher wieder mit ausreichend Energie und kannst in eine neue Woche starten.

Der Mini Cut bei höherem Körperfettanteil

Je höher der KFA, desto länger kann dein Mini Cut demnach ausfallen. Bei einem höheren KFA (bei Frauen über 25 %, bei Männern über 20 %) ist deine Grundversorgung länger gedeckt. Ein Mini Cut eignet sich hier besonders für den Start einer Diät, sagen wir der erste Monat deiner gezielten Gewichtsabnahme. Denn durch das hohe Defizit wirst du rasend schnell Erfolge nicht nur auf der Waage sondern auch im Spiegel sehen und kannst diesen Motivationsboost mit in deine Diät nehmen!

Ein Mini Cut sorgt für mehr Motivation und Durchhaltevermögen, denn du kannst sehr schnell Erfolge auf der Waage und im Spiegel sehen!

Die Vorteile:

Womit wir auch schon bei den Vorteilen des Mini Cuts wären.

  • Schnell sichtbare Erfolge
  • Dadurch gesteigerte Motivation
  • und gesteigertes Durchhaltevermögen.
  • Das Enddatum ist in greifbarer Nähe – so kannst du leichter ‘Ausrutscher’ vermeiden.

Die Nachteile und ungewollte Nebenwirkungen:

Natürlich hat eine so extreme Diätform auch einige Nachteile, die wir nicht außen vor lassen sollten.

  • Muskelverlust in Folge des hohen Defizits sehr gut möglich, aber auch immer abhängig von Training und Protein-Zufuhr (siehe Teil 1).
  • Müdigkeit und Schlappheit wegen fehlender Energie
  • Deine Maximalkraftwerte im Training sinken und du bist nicht mehr so leistungsfähig.
Nun kennst du auch die Vor- und Nachteile und Schwierigkeiten bei einem Mini Cut.
Er ist eine gute Chance für dich, wenn du Probleme damit hast, die Motivation in der Diät aufrecht zu erhalten. Außerdem kannst du so auch während deiner Diät Plateaus überwinden, also einen Zeitraum, in denen du nicht weiter abgenommen hast, trotz vermeintlichem Kaloriendefizit. Jedoch solltest du bei geringem KFA immer darauf aufpassen, nie länger als 2 Wochen unter deinem Grundbedarf zu essen!!! Das ist ganz wichtig!
Im Teil 3 bekommst du von mir Tipps und eine genaue Anleitung inklusive Ernährungsplan für deine erste Woche im Mini Cut!

Bis dahin – viel Spaß beim Diäten 😊

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.