Musik beim Laufen – Motivation oder Ablenkung?
Musik beim Laufen ist für viele von uns fast schon ein fester Bestandteil des Trainings. Kopfhörer rein, Playlist an und los geht’s – gerade an Tagen, an denen die Motivation eigentlich im Bett geblieben ist.
Ich kenne das sehr gut. Ein guter Song kann mir im Training genau den kleinen Push geben, den ich brauche, um überhaupt loszulaufen oder ein hartes Intervall sauber durchzuziehen.
Gerade im Kontext von Running, Joggen und Ausdauertraining wird Musik oft als echter Gamechanger beschrieben – und das stimmt auch irgendwo.
Musik kann Läufe leichter wirken lassen, als sie eigentlich sind. Sie sorgt dafür, dass ich in einen gleichmäßigen Rhythmus komme und mich weniger auf die Anstrengung konzentriere.
Besonders bei lockeren Grundlagenläufen hilft mir Musik dabei, in einen Flow zu kommen und einfach „durchzulaufen“, ohne ständig auf die Uhr zu schauen. Auch ein Podcast oder Hörbuch hilft mir, mich bei easy runs abzulenken und lässt den Lauf kürzer wirken, als er vielleicht ist. Hörbücher sind außerdem ein gutes Tool, um die Anstrengung im Lauf zu testen: kann ich mich nicht mehr konzentrieren und dem Buch nicht mehr folgen, laufe ich definitiv zu schnell für einen Grundlagenlauf 😉
Auch mental ist der Effekt von Musik nicht zu unterschätzen. Musik blendet oft den Alltag aus, den Stress vom Job oder einfach die Müdigkeit nach einem langen Tag. Und wie toll ist es bitte, die Musik auf Anschlag laut zu drehen und nur noch den Beat und die Melodie zu hören und zum Takt zu laufen?
Und ja, manchmal ist es genau dieser eine Song, der aus einem „ich geh nur kurz raus“ plötzlich einen richtig guten Lauf macht und dich mit einem breiten Grinsen heimkommen lässt.
Aber wo es Vorteile gibt, gibt es natürlich auch so einige Nachteile… S
Ich merke zum Beispiel, dass ich mit Musik deutlich weniger auf meinen Körper höre. Puls, Atmung oder auch einfach das Gefühl in den Beinen werden leichter übertönt. Man ist eben einfach abgelenkt. So gut das Kopf Ausschalten bei Intervallen oder harten Trainings ist, so blöd ist es im Training, wo ich eigentlich nach Gefühl und Herzfrequenz laufen will.
Dazu kommt ein Punkt, der oft unterschätzt wird: die Sicherheit im Straßenverkehr. Wenn ich komplett in der Musik bin, nehme ich Autos, Fahrräder oder andere Läufer:innen deutlich später wahr.
Und dann gibt es noch diese kleine, aber ehrliche Wahrheit: Man ist manchmal einfach „zu sehr im Sound“ und verliert ein bisschen das Gefühl für die eigene Belastung.
Ich habe im Laufe der Zeit ziemlich viele Varianten ausprobiert – von klassischen In-Ears bis hin zu sportlichen Lösungen.
In-Ear Kopfhörer wie AirPods sind super praktisch, liefern guten Sound und sitzen meistens fest im Ohr. Gleichzeitig blenden sie die Umgebung aber stark aus, was im Straßenverkehr oder bei Gruppenläufen nicht immer ideal ist. Und ganz ehrlich: Ich hatte schon öfter das Problem, dass ein AirPod einfach nicht geladen war. Genau im falschen Moment.
On-Ear Kopfhörer spielen beim Laufen für mich kaum eine Rolle. Sie sind beim Sport oft zu instabil und verschieben sich schnell, gerade bei längeren Einheiten.
Ganz anders ist der Ansatz der Open-Ear Kopfhörer, wie bei den Shokz OpenRun Pro 2.
Hier bleibt das Ohr komplett frei, weil der Sound über Knochenschall übertragen wird. Das klingt erstmal ungewohnt, macht aber beim Laufen extrem viel Sinn. Ich höre Musik und bekomme trotzdem alles um mich herum mit.
Gerade draußen ist das für mich ein riesiger Sicherheitsfaktor. Ich laufe entspannter, weil ich nicht das Gefühl habe, von der Umgebung abgeschnitten zu sein.
Ein Punkt, der mir besonders aufgefallen ist: Musik bei Laufveranstaltungen.
Ich bin jemand, der Rennen nicht nur als Wettkampf sieht, sondern als Erlebnis. Stimmung, Zuschauer, Bands an der Strecke – genau das macht für mich einen Marathon oder ein großes Event aus. Aber: ich laufe jedes Race mit Kopfhörern, da mich die Musik doch nochmal ein gutes Stück mehr pushen kann, wenn ich eigentlich nur noch aufhören will.
Mit klassischen In-Ears passiert es schnell, dass man dann aber die Atmosphäre am Streckenrand nur gefiltert wahrnimmt. Oft pausiere ich sogar gezielt meine Musik, wenn ich zum Beispiel Cheering Zones kommen sehe, um diese Stimmung wirklich mitzunehmen.
Mit einem Open-Ear-Setup wie den Shokz bleibt beides gleichzeitig möglich. Ich höre meine Musik, aber ich verpasse keine Stimmung an der Strecke. Und genau das macht für mich den Unterschied zwischen „ich laufe ein Rennen“ und „ich erlebe ein Rennen“.
Kurztest: Shokz OpenRun Pro 2 im Laufalltag
Ich habe die Shokz OpenRun Pro 2 in den letzten Wochen im Training getestet – sowohl bei lockeren Läufen als auch bei Intervallen und längeren Einheiten.
Was mir direkt aufgefallen ist: das Gefühl von „Freiheit“ beim Laufen. Dadurch, dass die Ohren offen bleiben, wirkt es weniger isoliert als bei klassischen In-Ears. Gerade draußen im Straßenverkehr ist das für mich ein großer Vorteil, weil ich mich einfach sicherer fühle.
Der Sound ist dabei trotzdem klar und überraschend präsent, auch wenn er natürlich anders wirkt als bei komplett geschlossenen Kopfhörern. Besonders bei steady Runs fand ich das Setup richtig angenehm, weil ich Musik und Umgebung gleichzeitig wahrnehme, ohne ständig zwischen beiden Welten zu wechseln. Ein weiterer klarer Pluspunkt: das Mikrofon ist super und Videos aufnehmen funktioniert so einwandfrei.
Was für mich im Alltag auch wirklich zählt: ich muss mir keine Gedanken machen, ob irgendwas verrutscht oder ein Kopfhörer plötzlich nicht funktioniert – ein Thema, das ich bei klassischen In-Ears wie AirPods durchaus schon öfter hatte, wenn plötzlich ein -AirPod nicht mehr erkannt oder geladen wird…
Unterm Strich sind die Shokz OpenRun Pro 2 für mich genau dann stark, wenn ich draußen laufe und Musik nutzen will, ohne den Bezug zur Umgebung zu verlieren.
Für mich ist Musik beim Laufen kein Entweder-oder, sondern eher eine Frage des Moments.
Es gibt Läufe, da ist Musik perfekt. Für Motivation, für Rhythmus, für den mentalen Push. Und es gibt Läufe, da ist Stille oder mehr Umgebung einfach sinnvoller – für Fokus, Sicherheit oder einfach ein besseres Körpergefühl.
Was ich mittlerweile verstanden habe: Es geht weniger darum, ob ich Musik höre, sondern wie bewusst ich sie einsetze.
Und genau deshalb nutze ich im Training aktuell auch gerne Lösungen wie die Shokz OpenRun Pro 2, weil sie mir genau diesen Mittelweg geben – Musik, aber ohne mich komplett von der Außenwelt abzuschneiden.
Finde mehr Beiträge zum Thema Sport:
Der Berlin Marathon 2024 – Erfahrungsbericht
Der Berlin Marathon 2024 – ErfahrungsberichtMein zweiter Marathon überhaupt und direkt der zweite in einem Jahr –...
Welche Laufschuhe für welchen Lauf?
Welche Laufschuhe für welchen Lauf?Die Wahl des richtigen Laufschuhs kann einen erheblichen Einfluss auf dein Training...
Marathon Training: was ich beim nächsten Mal anders machen würde
Marathon Training: was ich beim nächsten Mal anders machen willSchon bevor ich meinen ersten Marathon gelaufen bin,...







0 Kommentare